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                                  Energieeffizienz

 

Die Energieeffizienz ist ein Maß für den Energieaufwand zur Erreichung eines festgelegten Nutzens. Ein Vorgang ist dann effizient, wenn ein bestimmter Nutzen mit minimalem Energieaufwand erreicht wird. Dies entspricht dem ökonomischen Minimalprinzip.

Die Senkung des Energieverbrauchs durch mehr Energieeffizienz bildet neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien die entscheidende Säule der Energiewende. Der Kerngedanke hinter dem Efficiency First-Prinzip: Die sauberste Energie ist jene, die gar nicht erst erzeugt, transportiert und verbraucht wird.
 
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Am 1. Juli 2015 beschloss die Bundesregierung im Rahmen ihres Aktionsprogramms Klimaschutz 2020, dass bis im Jahr 2020 durch eine Verbesserung der Energieeffizienz (durch eine Erweiterung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz, NAPE) zwischen 25 und 30 Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert werden sollen (ohne Verkehrssektor). Dafür stellt das BMWi über entsprechende Förderprogramme insgesamt rund 17 Milliarden Euro bis zum Ende der zweiten Dekade (2020) zur Verfügung.
 
Politische Zielsetzungen:
  • Der Primärenergieverbrauch soll um 20 Prozent bis 2020 und um 50 Prozent bis 2050 gesenkt werden.
  • Der Stromverbrauch soll um 10 Prozent bis 2020 und 25 Prozent bis 2050 gesenkt werden.
  • Im Gebäudebereich sollen der Heizenergieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent, der Primärenergieverbrauch bis 2050 um 80 Prozent gesenkt sowie ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand erreicht und die energetische Sanierungsrate auf 2 Prozent pro Jahr verdoppelt werden. Die Energieproduktivität soll um durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr bis 2050 gesteigert werden.

 

Rechtsgrundlage

Die EU-Energieeffizienzrichtlinie trat im Dezember 2012 in Kraft und gibt den Rahmen für Energieeffizienz-maßnahmen für die EU-Mitgliedsstaaten vor. Kernvorschrift der EER ist § 7, in dem die Mitgliedstaaten verpflichtet werden, beginnend ab 01.01.2014 bis zum 31.12.2020 jährlich 1,5% des jährlichen Energieabsatzes an Endkunden einzusparen.

Argumente für eine Effizienzsteigerung beim Energieverbrauch gibt es genügend:

  1. Die Abhängigkeit von Gasimporten könnte innerhalb von 10 Jahren halbiert werden.
  2. Bis 2020 könnten schätzungsweise weitere 250.000 Arbeitsplätze in der Effizienzbranche geschaffen werden.
  3. Allein durch Effizienzmaßnahmen im Wärmesektor wäre bis 2020 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 45 Mio. Tonnen möglich.

Für Privatpersonen und Unternehmen fördert das BAFA folgende Maßnahmen:

  • Installation von umweltschonenden Heizungssystemen auf Basis nachwachsender Rohstoffe unter anderem Pelletöfen und Hackschnitzelöfen, Kombinationskessel und Scheitholz-vergaserkessel.
  • Errichtung oder Erweiterung von Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung und Raumheizung sowie der Kombination, zur Solaren Kälte-erzeugung, zur Zuführung in ein Wärme-/ Kältenetz und für die Prozesswärme.
  • Visualisierung des Ertrags von Erneuerbaren Energien, z. B. elektronische Anzeigetafeln in allgemein zugänglichen Räumen.
  • Wärmepumpen zur Nutzung von erneuerbare Wärme aus Wasser, Luft und Erde. Das vergibt Zuschüsse in Höhe von bis zu 15.000 Euro pro Vorhaben.
  • der Einbau besonders effizienter Heizungen samt Maßnahmen zur Optimierung des gesamten Heizsystems inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen. (Anreizprogramm Energieeffizient APEE)
  • Zusätzlichen Zuschüsse im Rahmen der „Nachträglichen Optimierung“, wenn bereits geförderte Heizungen optimiert oder ein Wärmepumpencheck durchgeführt werden.

Für Unternehmen fördert die KfW folgende Maßnahmen:

  • energetische Sanierung gewerblich genutzter Bestandsgebäude oder Neubau, die nach Fertigstellung beziehungsweise Umsetzung aller Maßnahmen unter den Anwendungsbereich der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) fallen.
  • Energieeffizienz­maßnahmen im Bereich Produktionsanlagen und -prozesse gewerblicher Unternehmen in Deutschland und im Ausland.
  • Maßnahmen, die die Strom- oder Wärme­effizienz deutlich erhöhen und damit zur Senkung des Energie­verbrauchs beitragen