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Newsletter vom 06.09.2019

 

wenn die Bundesregierung an Ihren Klimaschutzzielen festhalten will, dann ist der 52 GW-Deckel für PV-Anlagen das falsche Signal zur falschen Zeit. Nach einer Studie des Forschungsverbund Erneuer­bare Energien braucht Deutschland bis 2050 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 120 bis 500 Gigawatt, um seine Klimaschutzziele zu erreichen. Nimmt man eine Schnittmenge von 300 GW PV-Leistung, müssten jährlich etwa neun Gigawatt neu installiert werden. (Der derzeitige Zubau von Janu­ar bis Juli beträgt 2,377 GW, der Gesamtzubau aller PV-Anlagen mit EEG-Vergütung 48,3 GW)

In den vergangenen Jahren wurden Klimaschutzziele von der deutschen Regierung recht stiefmütter­lich behandelt. Es fehlte an der Messbarkeit der Wirkung. Ziele, die sich nicht messen lassen bleiben abstrakt. In unserer Gesellschaft ist Klimaschutz leider ein Komfortproblem. Mitzumischen gehört eher zum guten Ton als zur Notwendigkeit.

Nun findet am 20.09. eine Sitzung des „Klimakabinetts“ statt. Verhandelt wird ein Klimaschutzkonzept, daß sich hauptsächlich mit dem nationalen Handel von CO²-Emmissionszertifikaten, der klimafreundli­che Sanierung von Gebäuden, der Erhöhung der Pendlerpauschale, die Herabsetzung der Mehrwert­steuer auf Bahntickets und die Verteuerung von Flugtickets beschäftigt.

Kann man damit die Energieversorgung nach dem Kohleausstieg sicherstellen?  Ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren: Fehlanzeige.