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Newsletter vom 08.01.2020

 

am 19.12.19 wurde im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das dritte Zertifikat für ein Smart-Meter-Gateway an den Hersteller EMH metering GmbH überreicht.

Das erste SMG wurde am 20.12.2018 auf Basis des Schutzprofils für ein Smart Meter Gateway zertifi­ziert. Entwickelt wurde das Gerät von der Power Plus Communications AG (PPC) gemeinsam mit der OpenLimit SignCubes AG. Das zweite Zertifikat erhielt am 25.09.2019 das Unternehmen Sagemcom Dr. Neuhaus GmbH. Nun wären die Voraussetzungen für einen bundesweiten Rollout geschaffen.

                          EMH SMGW

 

Am 19.12.19 wurde nun im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das dritte Zertifi­kat für ein Smart-Meter-Gateway überreicht. Hersteller ist die EMH metering GmbH & Co. KG. Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens wurde der Nachweis der Einhaltung der Sicherheitsvorgaben durch das Smart-Meter-Gateway erbracht. Auch die Herstellungs- und Entwicklungsprozesse sowie die Auslieferungswege der Geräte wurden durch das BSI zertifiziert. Neben den notwendigen Tarif­anwendungsfällen erfüllt die Lösung von EMH auch die Anforderungen an eine sichere Lieferkette. Dabei schützt die Umverpackung der einzelnen Gateways vor Manipulation: Wird der Safebag auf­gerissen, verändert sich das Muster des Verschlusses.

Für die breite Einführung der Technik gemäß der Vorgaben aus dem Messstellenbetriebs-gesetz fehlt nun nur noch eine erneute Marktanalyse des BSI, in der diese die technische Möglichkeit ei­nes flächendeckenden Betriebs intelligenter Stromzähler erklären muss. Dieser abschließende Schritt soll laut der Behörde etwas verzögert Anfang 2020 erfolgen. In der sogenannten Markterklä­rung sollen "die besonderen Anforderungen unterschiedlicher Einsatzbereiche" mit den technischen Gegebenheiten abgeglichen werden. Dann könnte der Rollout endlich in die Wege geleitet werden.

Diskussionsbedarf besteht allerdings für die Geräte der ersten Generation. Diese müssen bewei­sen, dass sie die angekündigten Mehrwerte bieten, sich in unterschiedliche Systeme integrieren lassen und zukunftsfähig sind. Dies setzt z.B. voraus, dass Smart Meter Gateways die Stromerzeu­gung über PV-Anlagen oder die Ladevorgänge von Elektroautos intelligent steuern können.

Die kommende Einbaupflicht besteht für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 kWh. Smart Meter werden auch für Solaranlagen mit einer Leistung von 7,0 bis 100 kW in­stallierter Leistung vorgeschrieben oder wenn Verbraucher ein verringertes Netzentgelt für eine Wärmepumpe oder eine Nachtspeicherheizung zahlen bzw. über eigene Ladestationen für Elektro­fahrzeuge verfügen. Für Haushalte mit einem Jahresverbrauch unter 6.000 kWh kann der Einbau trotzdem obligatorisch werden, wenn der Messstellenbetreiber es fordert.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) äußerte sich kritisch und befürchtet, dass Verbrau­cher auf Zusatzkosten sitzen blieben. Laut Verband werden für die Smart Meter Betriebskosten in Höhe von 23 bis 100 Euro jährlich fällig. Hinzu kämen für Hauseigentümer Umbaukosten für einen neuen Zählerschrank, falls der alte nicht ausreiche.

(Anmerkung: die erforderliche Infrastruktur für die Energiewende, zu welcher der Smart Meter Rollout ein wichtiger Bestandteil ist, lässt sich leider nicht ganz ohne Kosten für den einzelnen Ver­braucher darstellen. Wer eine PV-Anlage ab 7,0 kW betreibt oder sich anschaffen möchte, sollte fi­nanziell in der Lage sein, diese Mehrkosten mit einzuplanen.)

Welche Vorteile bietet ein Smart Meter nun dem Verbraucher? Er erhält einen genauen Überblick über seinen aktuellen Stromverbrauch und die Nutzungsdauer des Stroms. So kann der Stromver­brauch  gezielt gesteuert werden. In der visuellen Darstellung des Echtzeit-Stromverbrauchs (*) wer­den außerdem die wichtigsten Verbrauchsgruppen wie z.B. Kühlgeräte, Herd, Geschirrspüler und Durchlauferhitzer ausgewiesen. Zudem wird erstmals die Grundlast, also alle Geräte die sich im Standby-Betrieb befinden oder permanent Strom vom Netz ziehen, sichtbar. So lassen sich Ver­brauch und Kosten den einzelnen Gruppen bzw. Geräten zuordnen und Stromfresser eindeutig iden­tifizieren. Der Stromkonsum lässt sich auf diese Weise um bis zu 15 Prozent reduzieren. (*) Herstel­lerabhängige Zusatzfunktion.

 

 

 


 

 
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